Die Situation

Die Staatsverschuldungen der größten Volkswirtschaften der Welt sind so hoch wie nie zuvor. Die Rückzahlung dieser Schulden ist von der Politik schon längst nicht mehr vorgesehen. Wenn ein deutsches Unternehmen derart agieren würde, wären die Geschäftsführer schon längst wegen Insolvenzverschleppung hinter Schloss und Riegel.

Parallel zu dieser Entwicklung entkoppeln die großen Notenbanken dieser Welt seit Jahrzenten mehr und mehr die Geldwirtschaft von der Realwirtschaft und ermöglichen es dadurch Banken und anderen großen Spekulanten, mit künstlich aufgepumpten Finanzinstrumenten Profite in Größenordnungen ganzer Staatshaushalte einzustreichen – zu Lasten der Stabilität des weltweiten Finanzsystems.

Hierin liegen unter anderem wesentliche Ursachen für die soziale Ungleichheit, die weltweit immer schneller zunimmt. Wie dramatisch das ist, zeigt eine Zahl der Organisation Oxfam: Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - und der Trend hält an. Selbst Experten sind überrascht, mit welcher Geschwindigkeit die Kluft zwischen Arm und Reich in nahezu jedem Land der Welt zunimmt.


62

Superreiche besitzen soviel wie ...

3660000000000000

die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung (= 3,66 Milliarden)


Aus dem Bericht "An Economy for the 1%", den Oxfam vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos veröffentlichte geht hervor, dass sich das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion Dollar (oder um 41 Prozent) verringerte, obwohl die Bevölkerung um 400 Millionen Menschen gewachsen ist. Gleichzeitig erhöhte sich das Vermögen der reichsten 62 Personen um mehr als eine halbe Billion Dollar.
Diese Politik hat aber auch vollkommen neue Risiken im Umgang mit klassischen Geldanlagen erschaffen, die in keinem Schulbuch zu finden und in ihrer heutigen Dimension noch nie dagewesen sind. In abgeschwächter Form kann man über mögliche negative Auswirkungen einer solchen Politik in den Geschichtsbüchern einiges zu lesen finden, insbesondere aus den Jahren 1923 in Deutschland und 1929 weltweit und vor allem in den USA.

Bargeld, Sparbücher, Bausparverträge und Kapitallebensversicherungen sind schon längst nicht mehr so sicher, wie es dem „Otto-Normal-Verbraucher“ vorgemacht wird. Wer diese Anlagen für sicher hält, täuscht sich gewaltig.

Unser Geldsystem steht auf sehr, sehr wackeligen Beinen und sollte es je kollabieren, was nicht ausgeschlossen ist, dann trifft es wie zum Beispiel in den 1920’er Jahren vor allem die Menschen, die von ihrer Arbeitskraft abhängig sind und keine großen Vermögen auf der Seite haben. Genau für diese Menschen wurde Family Office S gegründet.

 

Die Finanzkrise kommt womöglich, wie ein Tsunami, in Wellen, deren erste, „kleinere“ wir 2008 gesehen haben. Die zweite Welle könnte sich so gesehen gerade ankündigen:
• Aktienkurse, die durch Notenbankpolitik zum Großteil künstlich getrieben wurden, fallen derzeit, trotz anhaltender Geldflutungen(!)
• Die künstlich gesteuerte Wirtschaft der Chinesen sucht, wie das Wasser in der Natur, den Weg in die Freiheit, raus aus der Regulierung, wodurch sich die Wahrheit über den tatsächlichen Zustand dieser Wirtschaft nicht mehr lange verbergen lässt und damit auch das Ausmaß der Illusionen über das dortige Wachstum klar wird. Die End-Täuschung kommt.
• Große europäischen Banken schreiben inzwischen Milliardenverluste
• Aktienkurse aller Finanzhäuser brechen ein
• Allein bei italienischen Banken schlummern über 200 Milliarden Euro an faulen Krediten in den Bilanzen, die noch nicht ausgebucht wurden – als unvermeidbare Verluste der Zukunft
• Die Deutsche Bank veröffentlichte jüngst (am 09.02.2016) sogar eine Presseerklärung, in der sie ihre Kunden zu beruhigen versucht indem sie erklärt, dass sie noch zahlungsfähig sei – wenn sie das trotz Milliardenverluste noch ist, wieso muss sie das so explizit erklären? Bedeutet diese Erklärung womöglich genau das Gegenteil, wie wir es schon oft erlebten? Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

Wer spätestens jetzt nicht umdenkt und mit gesundem Menschenverstand seine eigene Finanzstrategie sturmfest macht, auf den könnten in nicht allzu ferner Zukunft schwierige Zeiten zukommen.